AgroTech: Mehr Ertrag mit weniger Aufwand durch den Einsatz IoT

Landwirtschaft zählt zu den ältesten menschlichen Tätigkeiten. Indem sie lernten, Pflanzen und Nutztiere anzubauen, vermieden frühe menschliche Gesellschaften die Notwendigkeit, auf der Suche nach Nahrung umherzuziehen. Dadurch konnten sich unsere Vorfahren einen festen Wohnort aussuchen und Städte sowie komplexere Gesellschaften gründen. Dank der Landwirtschaft konnte sich die Menschheit anderen Dingen zuwenden, wie der Welt um sie herum, und so Raum für Philosophie und Wissenschaft schaffen – was uns schließlich zu unserer heutigen Zivilisation führte.

Die Landwirtschaft war und ist eine grundlegende Tätigkeit für das Überleben und die Evolution der Menschheit, hat sich aber im Zuge der Entwicklung neuer Techniken und Technologien ebenfalls weiterentwickelt. Heutzutage stehen landwirtschaftliche Praktiken vor neuen Herausforderungen, die neue und effektivere Methoden erfordern.

Die größten Herausforderungen dürften die globale Erwärmung und die Überbevölkerung sein. Aufgrund der Überbevölkerung müssen landwirtschaftliche Praktiken produktiver werden, um die steigende Nachfrage zu decken. Gleichzeitig schädigt die globale Erwärmung kontinuierlich Nutzpflanzen und Nutztiere und vernichtet so einen Großteil der Ernte. Daher sind die ständige Überwachung der Umweltfaktoren, präventive Maßnahmen und schnelle Reaktionen auf Probleme entscheidend für den Erfolg landwirtschaftlicher Praktiken.

Zu den wichtigsten Umweltfaktoren, die in der Landwirtschaft überwacht und kontrolliert werden müssen, zählen Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Licht. Hinzu kommen regelmäßige Arbeitsschritte wie Bewässerung, Düngung, Schädlingsbekämpfung sowie Fütterung und Pflege der Nutztiere. Diese Maßnahmen lassen sich bei kleinen Anbauflächen und wenigen Tieren problemlos umsetzen. Doch wie sieht es mit weitläufigen Feldern, Tausenden von Tieren und einer großen Vielfalt an angebauten Pflanzen aus?

Überlegen Sie einmal, wie viel Zeit Landwirte benötigen, um die weitläufigen Felder jeder Kulturpflanze zu durchkämmen und den Zustand jeder einzelnen Pflanze und jedes einzelnen Tieres zu überprüfen. Bei Hunderten oder Tausenden von Tieren kann das sehr aufwendig werden, was viele Landwirte, viel Zeit und wahrscheinlich auch einen erheblichen Ressourcenverlust bedeutet. Wäre es nicht großartig, wenn eine Technologie all diese Arbeiten automatisieren und hocheffizient erledigen könnte, wodurch Geld und Zeit gespart würden? Gute Nachrichten: Dank des Internets der Dinge .

Die meisten Nutzpflanzen benötigen spezielle und kontrollierte Umweltbedingungen für optimales Wachstum, um Ertrag und Qualität zu gewährleisten. Das IoT ermöglicht Landwirten die Echtzeit- und Fernüberwachung ihrer Pflanzen. Sie kennen den Zustand und die Werte wichtiger Parameter für die Pflanzengesundheit, wie beispielsweise Temperatur oder Bodenfeuchtigkeit. Die Überwachung erfolgt mithilfe einfacher und handlicher Geräte, die entlang der Anbauflächen installiert werden können. Diese Geräte erfassen die gewünschten Parameter über verschiedene Sensoren und senden die Daten zur Speicherung, Visualisierung und Analyse in die Cloud mithilfe von IoT -Plattformen .

Neben der Überwachung ermöglichen IoT -Systeme die Konfiguration von Warnmeldungen. Landwirte müssen die Daten also nicht ständig überprüfen, sondern werden bei Problemen sofort benachrichtigt. Dadurch können rechtzeitig präventive und korrigierende Maßnahmen ergriffen und Produktionsausfälle vermieden werden. Bei Bedarf können Landwirte mithilfe der IoT Systeme Aktionen automatisieren, basierend auf individuell festgelegten Bedingungen, die sich aus dem Verhalten der Parameter ergeben. Beispielsweise kann ein Landwirt anhand der Bodenfeuchtigkeit den optimalen Bewässerungszeitpunkt für seine Pflanzen ermitteln. Die Bewässerung kann dann automatisch und bedarfsgerecht konfiguriert werden.

Man könnte sich fragen: Warum nicht einfach Tag und Uhrzeit für die Bewässerung der Nutzpflanzen programmieren? Umweltbedingungen wie das Wetter beeinflussen den Bewässerungsbedarf: mehr Wasser in trockenen und warmen Monaten, weniger in regnerischen. Durch die Analyse von Sensordaten wie Bodenfeuchtigkeit oder -temperatur ließe sich die Bewässerung effizienter und präziser gestalten: Die benötigte Wassermenge zum richtigen Zeitpunkt , wodurch Ressourcenverschwendung enorm reduziert würde.

Zu den häufigsten Anwendungsbereichen des IoT in der Landwirtschaft gehören:

  • Überwachung der Tiergesundheit.
  • Überwachung des Viehbestands.
  • Automatisierte Bewässerung.
  • Intelligente Gewächshäuser.
  • Schädlingsbekämpfung mit Drohnen.
  • Überwachung der Klimabedingungen (Niederschlag, Luftfeuchtigkeit, Temperatur usw.)

Durch die Analyse der von IoT Systemen erfassten Daten lassen sich effizientere und intelligentere landwirtschaftliche Praktiken entwickeln, um die Produktion zu steigern und dadurch Zeit und Kosten zu sparen. Das IoT bietet vielfältige Lösungen für die Landwirtschaft und unterstützt Landwirte dabei, unabhängig von der Betriebsgröße den Überblick zu behalten.